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Zuwendungen für betriebliche Krankenversicherung (bKv) sind Sachlohn

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Wenn Arbeitgeber Beiträge für die betriebliche Krankenversicherung (bKV) zahlen, müssen diese Zuwendungen nicht als Barlohn versteuert werden. Gemäß Jahressteuergesetz handelt es sich vielmehr um einen Sachlohn. Steuer und Sozialabgaben müssen hierfür in den meisten Fällen nicht gezahlt werden.

Pfefferminzia schreibt und weist darauf hin, dass die Rechtslage über viele Jahre unklar war. Bis 2013 stand fest, dass die bKV-Beiträge ein Sachlohn sind und nicht versteuert werden müssen. 2014 folgte dann die Neueinstufung als Barlohn durch das Bundesfinanzministerium, was sowohl die Arbeitgeber als auch den Krankenversicherern Nachteile brachte.Die Verbände, namentlich der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) aber auch Wirtschaftskreise protestierten sogleich und wiesen auf die ungerechtfertigte Steuerbelastung für Arbeitnehmer hin. Darüber hinaus ergaben sich durch die gesetzliche Regelung auch Probleme hinsichtlich der „Incentives“ für mögliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die versteuert werden mussten.

Im Jahr 2018 folgten zwei Urteile des Bundesfinanzhofs (Aktenzeichen VI R 13/16 und VI R 16/17), der auf die Einstufung als Sachlohn entschied und mittlerweile sind auch die Gesetze geändert worden. Die Freigrenze liegt bei 44 Euro im Monat und als Sachlohn dürfen die Zuwendungen nur dann angesehen werden, wenn sie als Versicherungsschutz und nicht als Geldzuwendung fließen.

Ein gutes Zeichen für die Branche und für einen stetig wachsenden Markt. Die betriebliche Krankenversicherung (bKV) sorgt auch für gesetzlich Versicherte für eine zusätzliche Absicherung und wird auch von Versicherungsmaklern als Feld mit enormem Potenzial angesehen.

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