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Zukunftsprognose: immer weniger Versicherungsvertreter

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Als ein bekanntes Internet-Versicherungsportal vor Kurzem den guten, alten Herrn Kaiser als Werbefigur wiederauferstehen ließ, war bereits klar, dass der klassische Versicherungsvertreter der Vergangenheit angehört. Doch hält die digitale Welt tatsächlich bessere Lösungen parat? Fest steht, dass die Branche immer weniger qualifizierten Nachwuchs findet.

Der Focus greift das Thema auf und berichtet darüber, dass die Zahl der selbstständigen Vermittler von 263.500 im Jahr 2010 auf 228.300 im Jahr 2016 zurückging. Die Tendenz ist weiter sinkend und doch wünscht sich eine konstant bleibende Zahl an Kunden weiterhin eine menschliche Beratung.

In den kostenintensiven Sparten der Lebens- und Krankenversicherung werden mehr als 90 Prozent des Neugeschäfts weiterhin über Vermittler, einschließlich Banken und Sparkassen abgewickelt. Lediglich Schaden- oder Unfallversicherungen verlagern sich mehr und mehr ins Internet, was vor allem an der Einfachheit der Produkte liegt.

So ergibt sich, dass der Online-Vertrieb in manchen Bereichen Sinn macht, jedoch niemals das gesamte Spektrum der Versicherungswirtschaft abdecken kann. Das Problem ist nur, dass es trotz Bedarfs immer weniger Versicherungsvertreter und qualifizierte Berater geben wird. Ein Experte bringt es auf den Punkt, wenn er feststellt: „Versicherungs-Vertrieb war in den letzten Jahren nicht gerade eine Boom-Branche

Es ist zu hoffen, dass das Interesse wieder zunimmt, denn sonst leidet am Ende die Qualität der Beratung und des Versicherungsschutzes.

 

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