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Zukunft der PKV: Kapitaldeckung erwünscht

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In der Diskussion um die Zukunft der Privaten Krankenversicherung (PKV) zeichnen sich derzeit konkrete Leitlinien ab. So geht der Verband der Privaten Krankenversicherungen davon aus, dass die Versorgung weiterhin auf Kapitaldeckung basieren wird.

Das Heilpraxisnet greift dieses Thema auf und zitiert die Ansicht des PKV -Verbands, dass ein reines Umlagesystem den Anforderungen nicht gerecht wird. Hintergrund ist die Erwartung, dass sich allein die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2050 auf mehr als vier Millionen Personen verdoppeln wird.

Auf der anderen Seite fehlen 17 Millionen Menschen bei den Erwerbsfähigen, weswegen die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherung (aber auch für eine Bürgerversicherung) astronomische Höhen erreichen würden. Das Problem der gesetzlichen Sozialversicherungssysteme besteht darin, dass eine Kapitaldeckung nicht vorgesehen ist. Hinzu kommt, dass auch zu anderen Zwecken Geld aus den Gesundheitstöpfen entnommen werden könne und keinerlei garantierte Eigentumsansprüche seitens der Versicherten existieren.

Entsprechend erneuerte der PKV-Vorsitzende Uwe Laue seine Forderung nach einer Senkung des Eintrittseinkommens in die Private Krankenversicherung. Bereits für 2014 wurde eine neue Versicherungspflichtgrenze in Höhe von 48.600 Euro gefordert. Darüber hinaus ist es der Wunsch der „Privaten“, dass die Zusatzversicherungen nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden.

Hinsichtlich der Übertragbarkeit von Altersrückstellungen sieht sich die PKV wenig flexibel. Laue spricht hier sogar von einem „sozialpolitischen Hochrisikoexperiment“. Eine Alternative wäre jedoch eine größere Flexibilität innerhalb der einzelnen Unternehmen und die Erleichterung von Tarifwechseln.

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