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Zahnmedizin: PKV zahlt deutlich mehr als die Gesetzlichen

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Die Zahnarztpraxen in Deutschland erhalten anteilig deutlich mehr Geld aus den Privaten Krankenversicherungen (PKV) als von den gesetzlichen Krankenkassen. Noch höher ist allerdings die Zahl der Zuzahlungen aus privaten Mitteln.

Wie es bei ZWP-Online heißt, erhalten die Dentisten für jeden GKV-Versicherten weniger als 200 Euro im Jahr. Ohne Zuzahlungen beläuft sich der Gesamtbetrag auf 13 Milliarden Euro, während die Privaten Krankenversicherungen vier Milliarden Euro zahlen. Private Haushalte kommen auf sechs Milliarden Euro.

Dadurch, dass mehr und mehr Menschen eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben, haben sich die Leistungen in den letzten Jahren fast verdoppelt. Das zeigt sich auch mit Blick auf die anteiligen Ausgaben, bei denen die PKV mit 15 Prozent doppelt so „großzügig“ ist, wie die gesetzlichen Krankenkassen. Der Trend zeigt jedoch auch, dass mehr und mehr Zahnarzhonorare aus eigener Tasche gezahlt werden, was bereits jetzt einen Anteil in Höhe von 23,7 Prozent ausmacht.

Unter den Leistungen für PKV-Patienten liegen die konservierenden Behandlungen mit 42 Prozent des Umsatzes vorn und werden von prophylaktischen Maßnahmen mit 15 Prozent Anteil gefolgt. Die professionelle Zahnreinigung nimmt hierbei naturgemäß den Löwenanteil ein. Ebenfalls relevant sind prothetische Leistungen mit rund zehn Prozent sowie Leistungen aus den Bereichen Paradontologie (ebenfalls zehn Prozent) und Kieferorthopädie (fünf Prozent).

Ob sich der Trend zum Selberzahlen in Zukunft noch einmal umkehrt, darf stark bezweifelt werden. Auch, wenn die PKV im Bereich der Zahnzusatzversicherungen deutlich wächst, existieren eine Reihe von Leistungen, die in den Bereich des „zweiten Gesundheitsmarktes“ fallen.

 

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