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Wildunfall: welche Versicherung zahlt bei welchem Tier?

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In der beginnenden dunklen Jahreszeit mehren sich wieder Unfälle mit Beteiligung von Wild. Der Grund liegt darin, dass der Berufsverkehr vor allem in der Dämmerung rollt und dies die Zeit hoher Aktivität bei den Wildtieren ist. Bei einem Unfall greift in aller Regel die Teilkasko – aber keineswegs immer.

Entscheidend ist tatsächlich die Frage, mit welchem Tier ein Fahrzeug kollidiert ist. Wie die „Bild“ informiert, ist für eine Schadensregulierung seitens der Teilkasko das Bundesjagd-Gesetz ausschlaggebend. Ein Unfall muss sich mit Haarwild ereignet haben, zu dem Rehe und Hirsche aber auch Wildschweine, Füchse, Dachse, Hasen sowie Wisente und sogar Seehunde zählen.

Nicht in diese Definition fallen jedoch Vögel aller Art und auch Kollisionen mit Haustieren wie Katzen oder Hunde sind nicht im Rahmen einer Teilkasko abgedeckt. Wer hier einen vollumfänglichen Schutz genießen möchte, sollte sich unbedingt für die Vollkasko entscheiden.

Nach einem Unfall kommt es auch auf die richtige Meldung an. Diese hat gegenüber der Polizei zu erfolgen und sollte für die Versicherung durch aussagekräftige Fotos ergänzt werden. Auch Blut- oder Haarspuren sollten nach Möglichkeit am Fahrzeug bleiben, um die Arbeit eines eventuell herbeigerufenen Gutachters zu erleichtern. An erster Stelle steht jedoch naturgemäß die Sicherung der Unfallstelle und das Tragen von Warnwesten.

Bei einem Unfall, der durch ein Ausweichmanöver verursacht wurde, zahlt die Teilkasko nur bei größeren Tieren und auch nur dann, wenn die bevorstehende Kollision bewiesen werden kann. Ansonsten empfiehlt sich auch hier die Vollkasko, um auf Nummer sicher zu gehen.

Bei Auffahrunfällen haftet in aller Regel die Kfz-Haftpflicht, die nur bei Verdacht auf grobe Fahrlässigkeit eine Teilschuld feststellen kann.

 

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