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Wildunfall: wann zahlt die Kfz-Versicherung und wann nicht?

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Man könnte meinen, dass es sich beim Wildunfall eher um ein Randthema handelt. Fakt ist jedoch, dass rein statistisch im Intervall von zwei Minuten ein entsprechender Unfall in Deutschland geschieht und die Versicherung nur teilweise haftet. Die jährliche Schadenssumme liegt bei stolzen 757 Millionen Euro.

Seitens der Kfz-Versicherungen gelten klare Regeln, die allerdings ein wenig der Interpretation bedürfen. So kommt es zunächst einmal darauf an, dass durch die Gefahrenbremsung sowie ein eventuelles Ausweichmanöver erheblicher Personen- und Sachschaden vermieden werden muss, wie es Finanzen.net formuliert.Darüber hinaus müssen Fahrerin oder Fahrer beweisen, dass sich ein Unfall aufgrund eines Tieres ereignet hat und nicht etwa ein bloßer Fahrfehler vorliegt. Dies ist vermutlich nur im Falle einer Kollision möglich oder es existieren ZeugInnen, die ebenfalls im Auto waren und entsprechend aussagen. Grobe Fahrlässigkeit, zu schnelles Fahren oder das ledigliche Überfahren eines toten Tieres können ebenso zur Verweigerung der Schadensregulierung führen wie das Ausweichen vor einem kleinen Tier wie einem Hasen oder Dachs. Letztere würden keine Gefahr für das Fahrzeug darstellen, wodurch auch keine Notwendigkeit einer Reaktion entsteht.

Überhaupt gilt Versicherungsschutz laut Autobild normalerweise nur bei Haarwild, also Rehen und Wildschweinen oder Hirschen, Mardern oder — tatsächlich auch — Seehunden. Wer auch andere Tiere inkludieren möchte, entscheidet sich für eine Wildschadensklausel, die den Versicherungsschutz jedoch auch teurer macht. Der Vorteil: auch Hund und Katze lassen sich einschließen und selbst Rinder, Pferde und Schafe sind integrierbar. Dass mit besagten Tieren häufiger Unfälle passieren als mit „klassischem“ Wild versteht sich von selbst. Bei einem Unfall mit Nutzvieh kann jedoch sein, dass der Eigentümer mit seiner Haftpflichtversicherung für den Schaden aufkommt.

 

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