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Weniger Ablehnung bei Pflegebegutachtung durch PKV

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Wer in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, hat offenbar größere Chancen, dass Anträgen auf Pflegebegutachtung stattgegeben werden als Versicherte in den gesetzlichen Krankenkassen. Die Ablehnungsquote liegt in der PKV bei 5,8 Prozent, in der GKV bei zehn Prozent und damit fast doppelt so hoch.

Cash Online schreibt hierüber und nennt auch einige Gründe für die unterschiedliche Herangehensweise. Konkret geht es bei den Anträgen um die Höherstufung des Pflegegrades. Seit dem Wechsel von Pflegestufen auf Pflegegrade und der Einführung des neuen Systems werden schneller Anträge auf Wiederbegutachtung gestellt. Allein das Erstgutachten geht in 60 Prozent der Begutachtungen von einem Pflegegrad zwei oder drei aus.

Bei den gesetzlich Versicherten ist die Ablehnungsquote zuletzt deutlich gesunken, liegt allerdings immer noch bei zehn Prozent. Die Kriterien sind identisch mit denen der PKV und auch die Höhe der Leistungen ist gesetzlich festgelegt. Die höhere Ablehnung in der gesetzlichen Krankenkasse könnte allerdings mit dem Personalschlüssel der einzelnen Prüfdienste zusammenhängen. In der PKV ist hierfür Medicproof zuständig – bei denen ein Gutachter im Schnitt 186 Gutachten im Jahr leistet. Der MDK der Krankenkassen kommt hier auf einen Wert in Höhe von 572 und ist damit deutlich höher ausgelastet.

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