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Weiter Streit um Mitnahme der Altersrückstellungen in der PKV

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Sieht man einmal von der immer wieder erhobenen Forderung nach einer Bürgerversicherung ab, so ist der Streit um die Mitnahme der Altersrückstellungen in der PKV eines der häufigsten Themen.

Selbst Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP), einer der Fürsprecher der Privaten Krankenversicherung (PKV), vertritt den Wunsch nach mehr Durchlässigkeit und der Wechselfreiheit. Bislang steht der Verlust erheblicher Altersrückstellungen dagegen und verhindert mehr Dynamik in der PKV -Branche.

Seitens der PKV -Unternehmen wird jedoch immer wieder auf die bestehende Vertragsfreiheit und die Unmöglichkeit einer Änderung im Nachhinein verwiesen. Schließlich wurde einkalkuliert, das bei einem Wechsel der PKV lediglich ein Übertragungswert in Höhe des Basistarifs gilt. Gegenüber der Ärzte Zeitung äußert Stefan Reker, der Sprecher des Verbandes der Privaten Krankenversicherung zudem:

„Es gibt bis heute kein praktikables Konzept für eine Portabilität von Alterungsrückstellungen in der PKV, sondern allenfalls akademische Modelltheorien“

Eine dieser Modelltheorien stammt vom CSU-Gesundheitsexperte Johannes Singhammer, der anregte, dass lediglich die selbst eingezahlten Altersrückstellungen mitgenommen werden. Laut Wirtschaftswoche eine gute Idee, die dazu führte, dass sich nur die attraktiven und gut aufgestellten PKV -Anbieter auf dem Markt behaupten.

Offen gestanden wäre angesichts der einprasselnden Kritik etwas Bewegung wünschenswert. Wenn auch vermeintliche Freunde des bestehenden Gesundheitssystems von einer „PKV-Betonlobby“ sprechen, ist von einem erhöhten Druck auszugehen. Ich vermute jedoch, dass sich entscheidende Schritte erst nach den Bundestagswahlen ergeben.

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