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Wechselrecht für Versicherungen nach Run-Off gefordert

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Wenn es bei einer Versicherung zu einem so genannten „Run-Off“ kommt, sollen Versicherte zukünftig ein außerordentliches Kündigungs- und Wechselrecht erhalten. Dies fordern der Bund der Versicherten (BdV) und der Vermittlerverband AfW in einem gemeinsam vorstellten Eckpunktepapier.

Fondsprofessionell präsentiert die Eckpunkte und nennt allein für die derzeitige Bestandsübertragung der Generali an eine Verwaltungsplattform einen Zahl von vier Millionen Versicherten. Andere Versicherer agieren ähnlich, sodass Millionen von Kundinnen und Kunden jährlich von den teils ungewollten Versicherungswechseln betroffen sind.Einerseits ändert sich an der Versicherungssituation per Gesetz nichts und der Vertrag bleibt eins zu eins erhalten. Es ist jedoch so, dass in puncto Kundenservice Abstriche hingenommen werden müssen. Axel Kleinlein, Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten, meint dazu:

„Die Erfahrungswerte zeigen, dass diese Verträge schlechter bedient werden – ob nun in Sachen Service, Leistung oder Überschussbeteiligung“

und nennt dies eine Ungerechtigkeit, die es zu beenden gilt.

Eine normale, ordnungsgemäße Kündigung verbietet sich in dieser Situation, weil dann der Todesfall- oder Invaliditätsschutz verloren gehen kann. Selbiges gilt für Überschüsse, die noch nicht ausgeschüttet wurden. Mit einem außerordentlichen Kündigungsrecht ließen sich Verträge eins zu eins an andere Versicherer weiterreichen (sofern diese das wünschen) oder mit den Run-Off-Übertragungswert kündigen, der dann ausgekehrt würde.

Seitens der Verbraucherzentrale Hamburg wurde das Run-Off-Gebahren mancher Versicherer bereits abgemahnt. Klare Regelungen sind somit auf jeden Fall gefragt.

 

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