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Was die PKV von solidarischen Kranken-Unterstützungskassen unterscheidet

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Wenn es um ergänzenden Schutz zur gesetzlichen Krankenkasse geht, werden in aller Regel die privaten Krankenversicherer (PKV) genannt. Genau genommen existieren jedoch auch noch solidarische Kranken-Unterstützungskassen, die vergleichbare Leistungen anbieten.

In einem Leserbrief an das Versicherungsjournal wird auf deren Dienste hingewiesen aber auch ein entscheidender Unterschied deutlich gemacht: die PKV räumt einen Rechtsanspruch auf die Erbringung der Leistung ein, der sich auch einklagen lässt. Zudem untersteht jede PKV der Versicherungsaufsicht.

Bei einer solidarischen Kranken-Unterstützungskasse ist dies nicht der Fall, da es sich hierbei entweder um einen Verein oder um eine Stiftung handelt. Diese Vereine oder Stiftungen werden meist von Versicherten einer Krankenkasse ins Leben gerufen und sollen zusätzliche Leistungen absichern. Die Krankenkasse selbst, darf die entsprechenden Leistungen nicht anbieten und auch nicht im Kontext der solidarischen Kranken-Unterstützungskassen auftauchen.

In der Wirtschaftswoche wurde den Solidargemeinschaften vor rund eineinhalb Jahren ein umfangreicher Artikel gewidmet, in dem sich auch der Hinweis findet, dass diese „nicht gern gesehen“ seien. Problematisch ist vor allem die fehlende Möglichkeit einer steuerlichen Absetzung gezahlter Beiträge. Zudem sind auch die Jobcenter der Arbeitsagentur nicht bereit, Beiträge an die Solidargemeinschaften zu entrichten.

Wer sich also für diesen Weg entscheidet, muss mit erheblichem Gegenwind rechnen. Ob es sich dennoch lohnt, kann nur von Fall zu Fall entschieden werden.

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