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VW-Skandal: Versicherungen zahlen nur einen Bruchteil

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„Das zahlt doch sowieso deren Versicherung“ bzw. „Die sind doch sowieso versichert“ — diese Sätze fallen in letzter Zeit häufig, wenn es um die Folgen des so genannten VW-Skandals geht. Tatsächlich dürfte aber nur ein Bruchteil des Milliardenschadens abgedeckt sein.

Die Automobilwoche zeigt sich gut informiert und weist darauf hin, dass vor allem die D&O (Directors and Officers)-Versicherung der Manager greift. Das Problem besteht nur darin, dass Schadenssummen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro, wie es VW beziffert, nicht gedeckt werden.

Hinzu kommt, dass Volkswagen auch noch mit einem Bußgeld von bis zu 18 Milliarden Euro in den USA rechnen muss. Zwar ist der Konzern dem Vernehmen nach sowohl bei der Allianz als auch bei der Zurich versichert, doch könnten die Bußgelder in den Verträgen bewusst ausgeklammert worden sein. Hinzu kommt, dass auch haftungsrechtliche Bedenken bestehen, da mit der Absicherung durch eine Versicherung die Wirkung eines Bußgeldes nicht mehr greift. Zuletzt ist eventuell davon auszugehen, dass die Verstöße wissentlich erfolgt sind, womit die Haftung ausfällt.

Ein weiterer Aspekt ist die Begrenzung der Haftungssummen, die von Experten mit maximal 500 Millionen Euro angesetzt wird. Zudem müssen von der Summe die Honorare der zahlreichen Anwälte beglichen werden, sofern VW die Manager in Regress nimmt. Mit anderen Worten: die Summe reicht hinten und vorne nicht aus.

 

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