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VW-Skandal: Preiserhöhung im Rechtsschutz erwartet

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Bereits seit Monaten ist der VW-Skandal einer der Aufreger in den Medien. Jetzt scheinen sich auch für Versicherte handfeste Folgen zu ergeben. Konkret geht es dabei um den Bereich Rechtsschutz, der sich deutlich verteuern könnte.

Der Grund liegt laut Versicherungsbote in den zahlreichen Klagen von VW-Kunden gegen den Wolfsburger Automobilkonzern. Aufgrund offensichtlich manipulierter Software und gefälschten Abgaswerten drohen dem Unternehmen Zahlungen in Milliardenhöhe.

Die Klagen werden dabei meist von Rechtsschutzversicherungen unterstützt bzw. die Kosten für den Rechtsstreit von diesen übernommen. Bedenkt man, dass allein in Deutschland rund 2,5 Millionen Menschen einen VW besitzen, der mit der umstrittenen Software ausgestattet ist, so könnte es zu einer regelrechten Prozesswelle kommen. In den USA wurden den Autokäufer bereits Entschädigungen in Aussicht gestellt, in Deutschland heißt es hingegen, dass VW-Kunden leer ausgehen sollen.

Zwar geht die Stiftung Warentest derzeit davon aus, dass nur ein Bruchteil der VW-Besitzer tatsächlich klagt, doch müssen im Falle eines Misserfolgs die kompletten Kosten von der Rechttschutzversicherung übernommen werden. Ein US-Anwalt hat laut „Spiegel“ bereits die Schadenersatzansprüche von 100.000 deutschen Kunden gesammelt und auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) merkte an, dass die Kosten derzeit nicht absehbar seien.

Ebenfalls problematisch ist die Tatsache, dass mit einer Klage gegen VW der Rechtsschutz erlöschen kann. Kommt es zu zwei Deckungszusagen in einem Jahr, so werden Policen in aller Regel gekündigt und der Versicherte landet in der HIS-Auskunftei. Auch hier wäre die Folge eine Verteuerung.

 

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