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Vorerkrankungen führen zu Problemen mit der Reiserücktrittsversicherung

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Wer eine Reiserücktrittsversicherung abschließt, ist auch bei Krankheiten geschützt und darf sich auf eine Übernahme der Kosten freuen. Das ist soweit zutreffend, doch existieren eine Fülle von „Wenn und Abers“, die den Versicherungsschutz einschränken. Besonderes Augenmerk gilt dabei Vorerkrankungen.

T-Online weiß zu diesem Thema, dass die Stornogebühren einer teuren Reise in aller Regel von einer Reiserücktrittsversicherung übernommen werden. Wer jedoch unter Diabetes leidet oder bei wem Bluthochdruck diagnostiziert wurde, der muss mit besonderen Bedingungne vorlieb nehmen.Der Grund liegt darin, dass nur eine „plötzliche schwere Erkrankung“ in die Versicherungsbedingungen inkludiert ist und man bei bestehender Vorerkrankung durchaus über das „plötzlich“ streiten könnte. Problematisch ist dies vor allem dann, wenn eine Krankheit in aller Regel gut durch Medikamente eingestellt ist, sich aber trotzdem etwas Akutes ereignet und hierdurch eine Verschlechterung eintritt. Seitens der Versicherungen wird eine Zahlung in diesen Fällen gerne verweigert und die Gerichte geben den Versicherern meist recht.

Konkret gehen Versicherungen davon aus, dass bereits bei einer ersten Diagnose eine Stornierung der Reise erfolgen müsste, um die Stornokosten niedrig zu halten. Ist dies nicht der Fall, werden nicht die vollen Kosten übernommen. Abhilfe schafft eine ärztliche Bestätigung, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands während der Reise nicht zu erwarten ist. Hier wird bescheinigt, dass eine Reise aus medizinischer Sicht unbedenklich ist, was auch vor Gericht Bestand haben sollte.

Grundsätzlich empfiehlt sich ein genaues Abklären der Versicherungsbedingungen, die in aller Regel chronische Erkrankungen von vornherein ausschließen, was sowohl für den Bereich der Reiserücktrittsversicherung als auch für Auslandsreisekrankenversicherungen gilt. Ebenfalls sollte klar sein, dass die Versicherung im Fall der Fälle an einem Streitbeilegungsverfahren teilnimmt und nicht direkt der Rechtsweg eingeschlagen werden muss.

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