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Von Versicherern und ESG-Kriterien

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Es existieren eine Fülle an Kriterien, nach denen ein Versicherer ausgewählt oder auch gewechselt wird. Kaum bekannt ist dabei die Einhaltung der so genannten ESG-Kriterien in der Geldanlage. Hinter der Abkürzung verbirgt sich Environmental, Social & Good Governance oder vereinfacht ausgedrückt: die Nachhaltigkeit.

In der Schweiz sorgte nun der Schwenk der Swiss Re für Aufsehen. Das Unternehmen setzt laut einem Artikel in der Aargauer Zeitung fortan nur noch auf Geldanlagen, die ethisch und moralisch bedenkenlos sind. Für die Schweiz handelt es sich um eine Premiere, doch hierzulande ist man bereits ein gutes Stück weiter.

Offensichtlich befolgen bereits ein rundes Drittel der Versicherungsunternehmen in Frankreich, Großbritannien und Deutschland die ESG-Kriterien. Wie genau das funktioniert, lässt sich unter anderem bei Wikipedia unter dem Eintrag „Ethisches Investment“ nachlesen. Kennzeichnend sind vor allem die Ausschlusskriterien, nach denen beispielsweise kein Geld in Unternehmen fließen darf, die Waffen herstellen oder verbreiten oder unter menschenunwürdigen Bedingungen bzw. in entsprechenden Ländern produzieren. Auch Atomkraft kann in diesem Kontext ein (K.O.)-Kriterium darstellen.

Darüber, welche Versicherer bereits auf ESG setzen, lässt sich nur durch Nachfragen Aufschluss gewinnen. Gelegentlich landen entsprechende Meldungen auch in der Wirtschaftspresse wie beispielsweise 2016, als die Axa laut Süddeutsche Zeitung nicht mehr in Tabakkonzerne oder Zigarettenhersteller investierte, was angesichts der Rolle als Krankenversicherer durchaus Sinn macht.

Die Börsen-Zeitung wiederum, schrieb Ende 2016, dass Nachhaltigkeit „ins Konzept von Versicherern gehört“ und bringt damit einen Trend auf den Punkt, der (hoffentlich) nicht mehr aufzuhalten ist.

 

 

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