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Von Reisegepäckversicherungen und deren Einschränkungen

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Für viele Urlauber gehört eine Reisegepäckversicherung einfach dazu. Wann immer es zu Beschädigungen an Koffern, Reisetaschen oder Rucksäcken kommt, greift die Police und der Schaden wird reguliert. In der Praxis sind die Haftungsfälle allerdings deutlich eingeschränkt, wie jetzt ein Urteil des Amtsgerichts München zeigt.

Die Expat-News präsentieren den Fall und berichten über eine Urlauberin in der Türkei, deren Reisegepäck vor dem Hotel von einem Transportfahrzeug überfahren und dabei beschädigt wurde. Es handelte sich dabei um den Mietwagen eines Hotelgastes, der das am Boden stehende Gepäck schlichtweg übersehen hatte.

Der Schaden wurde von der Geschädigten prompt auf mehr als 3.000 Euro beziffert und allein ein Kleidersack kostete schon 2.500 Euro. Hinzu kamen eine Aktentasche im Wert von 500 Euro und ein Montblanc-Füller im Wert von 760 Euro. Dabei lag die Schadenssumme deutlich über dem Maximalbetrag der Versicherung in Höhe von 2.000 Euro.

Diese wies zunächst einmal darauf hin, dass die Anschaffungspreise nicht ausschlaggebend seien, sondern mit einem Abschlag versehen werden müssen. Darüber hinaus handele es sich nicht um einen Versicherungsfall, der nur dann eintritt, wenn ein Transportmittelunfall oder eine Straftat Dritter vorliegen. Ein dritter Grund kann ein Feuer- oder Elementarereignis sein.

Das Gericht sah dies genauso und wies die Klage der Versicherten ab.

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