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Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Von gesetzlichen Krankenkassen und psychisch Kranken

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Einer der Kritikpunkte, denen die Private Krankenversicherung (PKV) in den Medien oftmals begegnet, ist der angeblich geringere Versicherungsschutz im Bereich Psychotherapie. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat hierzu bereits vor mehr als einem Jahrzehnt eine Befragung durchgeführt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass viele PKV eine Psychotherapie auch ohne vorherige Genehmigung erstattet.

Wie sieht es aber bei den gesetzlichen Krankenkassen aus? Hierzu steuert der Spiegel einen aktuellen Artikel mit dem Titel “ Brutales Gesundheitssystem: Kassen bedrängen psychisch Kranke“ bei.

Die Geschichte ist wahrlich beängstigend und ist nach Ansicht von Experten keinesfalls ein Einzelfall. So verweigerte eine gesetzliche Krankenkasse einer Frau mit starken Depressionen sowohl das Krankengeld als auch den Versicherungsschutz. Als Begründung wurde angegeben, sie habe sich einen Tag zu spät bei ihrem Arzt gemeldet.

Dass solche Fälle leider gang und gäbe sind, weiß auch die Unabhängige Patientenberatung (UPD). Hier wird von überdurchschnittlich häufigen Fällen von „unberechtigte[r] Ablehnung und Einstellung von Krankengeld durch die Krankenkasse“ berichtet.

Im Fall der depressiven Frau kommt es nun wohl zu einer Klage auf Schadenersatz und folgt man dem Artikel, so könnten sich Gerichtsverfahren gegen die Praktiken der gesetzlichen Krankenversicherungen mehren. Wer indes in einer PKV mit dem entsprechenden Schutz versichert ist, braucht sich um eine psychologische Behandlung keine Sorgen zu machen.

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