Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Von Einbrüchen, Versicherungen und der Nachweispflicht

| Keine Kommentare

Davon, dass man bei einer Hausratversicherung unbedingt auch die Vertragsbedingungen lesen sollte, kündet ein Streit, der vor dem Landgericht Weiden ausgetragen wurde. Am Ende setzte sich die Versicherung durch, was von den Richtern als „Lehrgeld“ für den Kläger bezeichnet wurde.

Bei Onetz wird der Fall noch einmal aufgerollt. Es ging dabei um ein Weidener Fahrradgeschäft, das einen Einbruch mit Sachschaden in Höhe von 14.000 Euro vermeldete. Seitens der Kriminalpolizei wurde der Einbruch bestätigt und es existierten auch diverse Spuren, die die Straftat dokumentierten. EIn klarer Fall also.

Der Geschädigte hatte in diesem Kontext sogar umgehend die Versicherung informiert, jedoch versäumt, die so genannte „Stehlliste“ zu schicken. Hintergrund waren nach Angaben des Kläger rund „30“ Versuche den Versicherungsvertreter zu einer In-Augenschein-Nahme vor Ort zu bewegen. Mit anderen Worten fand eine angekündigte schnelle Regelung schlichtweg nicht statt.

Die Versicherung zog umgehend 60 Prozent von der Schadenssumme ab, weil keine Liste vorlag und minderte die Summe noch einmal um 20 Prozent, weil das Schloss unversehrt geblieben war. Nach Ansicht des Unternehmens lag eine „Obliegenheitspflicht-Verletzung“ vor und der Einbruch sei „nicht nachweisbar„.

Die Richter boten zwischenzeitlich einen Vergleich über 40 Prozent der Versicherungssumme an, den die Versicherung annehmen würde, der Kläger jedoch ausschlägt. Ein Urteil wird für Mitte Mai erwartet doch zeigt der Fall schon jetzt, dass Fragen nach der Nachweispflicht im Vorfeld geregelt werden sollten.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.