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Vitality: US-Versicherer setzt Fitness-Tracking voraus

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Letztlich war es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Versicherer die Daten aus einem Fitness-Tracker als Voraussetzung für den Versicherungsschutz ansieht. Den Anfang macht das US-Unternehmen John Hancock, das ein Versicherungsmodell namens „Vitality“ aufgelegt hat.

Wie es bei „Business Insider“ heißt, bedarf es zur Versicherung einer Registrierung bei einem Programm, mit dem kontinuierlich Gesundheitsdaten gesammelt werden. Dabei hat der Versicherer ein Anreizprogramm geschaffen, nach dem Prämien vergeben werden.

Werden beispielsweise als gesund geltende Lebensmittel gekauft, gibt es ebenso Punkte wie für zurückgelegte Schritte oder Fitnesseinheiten. Die Prämien werden in Form von Gutscheinen für Amazon, Walmart oder auch verschiedene Hotelketten vergeben.

Die Fitbit-Smartwatch ist dabei kostenlos, muss jedoch zum Teil bezahlt werden, wenn ein bestimmtes Pensum an Sport bzw. Fitness unterschritten wird. Folgt man dem Versicherer, so gehen die Versicherten im Bonus-Programm doppelt so viele Schritte und haben — Schätzungen zufolge — eine erhöhte Lebenserwartung um 13 bis 21 Jahre, was nicht sehr realistisch erscheint. Relevanter ist da schon, dass die KRankenhauskosten laut Hancock um 30 Prozent niedriger ausfallen als bei anderen Versicherten.

Die Kritik an diesem Modell ist durchaus nachvollziehbar. Einerseits wird das Grundprinzip jeder Versicherung — nämlich die Mitfinanzierung auch kranker Versicherter — komplett ausgehebelt, zum anderen existieren auch in puncto Datenschutz erhebliche Bedenken.

Das Modell existiert offenbar bereits seit 1997 und wurde erstmals vom südafrikanischen Unternehmen Discovery aufgelegt. Das macht es jedoch nicht nachvollziehbarer …

 

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