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Versicherungsschutz in Deutschland teilweise lückenhaft

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Landläufig wird immer wieder der Verdacht geäußert, dass in Deutschland eher zu viel als zu wenig versichert wird. Fakt ist jedoch, dass eine Menge Haushalte schlichtweg unterversichert sind und elementare Risiken nicht abgedeckt werden.

T-Online präsentiert hierzu einige interessante Zahlen, die sich allesamt auf das Jahr 2018 beziehen. Diese stammen vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungsgesellschaften e. V. sowie der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe EVS des Statistischen Bundesamtes 2018. Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung ist der Schutz naturgemäß lückenlos, denn hier handelt es sich um eine Pflichtversicherung.Die private Haftpflichtversicherung, die ebenfalls als „essentiell“ anzusehen ist, wurde von 83 Prozent der deutschen Haushalte abgeschlossen, die Kraftfahrtversicherung von 81 Prozent und die Hausratversicherung von 76 Prozent. Auf die Haftpflichtversicherung wird vor allem von Haushalten mit geringem Einkommen verzichtet — die Zahl liegt bei stolzen 17 Prozent.

Schaut man weiter auf die Menge vorhandener Versicherungen, so landet die Rechtsschutzversicherung mit 46 Prozent auf dem vierten Platz und liegt damit noch vor der privaten Unfallversicherung mit 42 Prozent. Erstaunlich ist dies auch deshalb, weil die wichtige Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) lediglich auf einen Anteil von 26 Prozent kommt und die vergleichsweise günstigen Risikolebensversicherungen nur bei 17 Prozent der Deutschen vorliegen. Von Überversicherung kann angesichts dieser Zahlen wahrlich nicht die Rede sein.

Eine interessante Randnotiz ist die Verteilung nach Bundesländern, bei denen sich zeigt, dass die private Unfallversicherung vor allem im Osten des Landes relevant ist (Thüringen: 60 Prozent, Bremen: 28 Prozent).

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