Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Versicherungsbranche: was bringen die Insurtechs?

| 1 Kommentar

Was leisten die neuen Insurtechs? Glaubt man einigen Analysten, so handelt es sich lediglich um klassische Versicherungsmakler, die ihre Dienste in neuem Gewand anbieten. Dennoch existieren bereits 20 der neuen Unternehmen bei deutlich steigender Tendenz.

T3N präsentiert zu diesem Thema einen launigen „Nachruf auf Herrn Kaiser“. Gemeint ist die bekannte Werbefigur der Hamburg-Mannheimer, der 2009 nach der Übernahme durch die Ergo ausgedient hatte. Im Jahr 2002 kannten noch 86 Prozent der Deutschen Herrn Kaiser als Inbegriff des Versicherungsvertreters – heute scheinen die Insurtechs das Thema Beratung zu übernehmen.

In den meisten Fällen werden dabei die vorhandenen Versicherungsverträge in einer App gebündelt und lassen sich entsprechend auf einen Blick abrufen. Diese digitalen Versicherungsordner lassen sich nicht mit einer persönlichen Beratung vergleichen und gewinnen doch Kunden. Diese übertragen das Versicherungsmandat an die jeweiligen Unternehmen und sorgen damit dafür, dass diese Geld verdienen.

Und die Versicherungsbranche? Nach Ansicht des Autors des zitierten Artikels „verschläft“ diese die Digitalisierung und hat kaum Antworten parat. Dabei wären Lösungen zumindest aus technischer Sicht nicht allzu schwer und ließen sich leicht umsetzen.

Stattdessen werden die Insurtechs indirekt sogar hofiert, indem beispielsweise Helge Lach, Vorstand der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) in einem Blogbeitrag von „Intransparenz und unsauberen Geschäfte“ bei den neuen Konkurrenten spricht und zudem den „digitalen Blindflug“ der Nutzer anprangert. Die Reaktionen fallen auch anderenorts heftig aus, scheinen sich jedoch auch nicht ernsthaft um ihre Kunden zu bemühen.

Wo das hinführt ist ungewiss. Spannend wird es aber spätestens dann, wenn die Insurtechs einen echten Mehrwert bieten und die klassischen Versicherungsvertreter damit noch mehr unter Zugzwang setzen.

Ein Kommentar

  1. Pingback: 4.000 Euro für Elektroautos - Philipp Pistis

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.