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Versicherungsbranche: Restschuldversicherungen in der Kritik

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Immer wieder warnen Verbraucherschützer vor den so genannten Restschuldversicherungen. Offensichtlich handelt es sich hierbei um ein probates Mittel, um auf den ersten Blick günstige Kredite letztlich teurer und damit unattraktiv zu gestalten.

Der Berliner „Tagesspiegel“ widmet dem Thema einen Artikel und spricht in diesem Kontext von offensiv vermarkteten Null-Prozent-Finanzierungen durch die Banken. Das Problem besteht jedoch darin, dass die abgeschlossen Restschuldversicherung nur auf den ersten Blick der reinen Absicherung dient, zusätzlich jedoch den entgangenen Zinsgewinn in Form versteckter Provisionen an die Banken ausschüttet.

Selbst, wenn der Kredit vorfällig gekündigt wird, wird nur ein kleiner Teil der Provisionen zurückerstattet und die Versicherungsbeiträge müssen natürlich stets im Voraus gezahlt werden und werden auch verzinst.

Im Grunde genommen ersetzen die Provisionen die Zinsen und sind somit ein Mittel, um der Niedrigzinsphase zu trotzen und dennoch an der Kreditvergabe zu verdienen. In Großbritannien wurde bereits gehandelt und der Branche Reglements auferlegt, während der Gesetzgeber hierzulande den zahlreichen Warnungen von Stiftung Warentest und Co. trotzt.

2014 hat sich die Zahl der Restschuldversicherungen sogar verdoppelt, wenngleich in diesem Bereich nur wenig offizielle Zahlen existieren. Zu einer Schadensregulierung durch die Restschuldversicherung kommt es allerdings nur in 0,15 Prozent der Fälle, d.h. es handelt sich um ein vermeintlich boomendes Produkt dessen Notwendigkeit durchaus bezweifelt werden kann.

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