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Versicherungsbranche: IDD-Richtlinie tritt in Kraft

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Seit dem gestrigen 1. Oktober sind eine Reihe gesetzlicher Neuregelungen in Kraft. Die so genannte IDD ( Insurance Distribution Directive) ist eine EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie, die bereits im Februar 2016 in Kraft getreten war und nunmehr auch nach deutschem Recht umgesetzt wird.

Ein Aspekt liegt in den Standmeldungen der Lebensversicherer, die fortan deutlich umfangreicher und präziser ausfallen müssen. Des Weiteren wird die Trennlinie zwischen einer Versicherungsvermittlung auf Provisionsbasis und einer unabhängigen Beratung auf Honorarbasis klarer gezogen.

Ein zentraler Aspekt der IDD besteht darin, dass nicht nur Versicherungsmakler oder der klassische Versicherungsvertreter eine Ausschließlichkeitsorganisation betroffen sind, sondern auch Reisebüros, die eine Reiserücktrittspolice anbieten oder Autohäuser mit eigener Kfz-Versicherung. Versicherungsmakler müssen fortan offenlegen, von wem sie Geld erhalten und wessen Interessen sie vertreten.

Als Versicherungsvertrieb im Rahmen der Richtlinie gilt fortan zudem das Erstellen von Preis- oder Produktvergleichen in Form einer Rangliste, das Informieren über Versicherungsverträge sowie die Schadensregulierung bzw. die Mitwirkung in den Bereichen Verwaltung und Erfüllung.

Weitere Bereiche, die mit der IDD verändert werden, betreffen die Registrierunspflicht für Versicherungsvermittler, die regelmäßige Fortbildung und die Überprüfung der Qualifikationen. Auch muss die Beratung anhand so genannte Zielmärkte definiert werden.

Mehr und detaillierte Informationen zur IDD finden sich unter Firma.de. Das dort genannte Datum wurde von der EU-Kommision noch einmal verschoben, sodass der 1. Oktober und nicht der ursprünglich angedachte 23. Februar 2018 relevant ist.

 

Provisionen fließen auf das Versicherungskonto des Kunden.

 

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