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Versicherungsbranche: Digitalisierung auf unterschiedliche Weise

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Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche ist keineswegs ein einheitlicher Prozess. Auf der einen Seite sind die etablierten Versicherungsanbieter, die ihr Angebot beispielsweise durch Apps aufpeppen. Andererseits betreten aber auch voll digitale Anbieter den Markt. Die Frage ist dabei, ob diese auch ohne einen (menschlichen) Vermittler auskommen.

Im Versicherungsjournal wird eine interessante Diskussion zu diesem Thema dokumentiert. Auf der einen Seite stehen Anbieter wie die KfZ-Versicherung „Friday“, die im digitalen Direktvertrieb arbeitet, andererseits setzen Unternehmen wie Wefox und Flypper nachwievor auf Vermittler.

Hintergrund für die rein digitale Aufstellung ist in erster Linie die Schnelligkeit. Entsprechende Versicherer sind flexibel auf dem Markt und geben die Möglichkeit, unmittelbar Policen abzuschließen. Die Zielgruppe ist urban und im Schnitt Mitte 30. Auf der anderen Seite stehen Kritiker an Begriffen wie „Customer Experience“, die bei einer Versicherung vermutlich fehl am Platze sind. Schließlich handelt es sich hier um ein vergleichsweise „trockenes“ Produkt, das nur im Fall der Fälle benötigt wird und ansonsten einfach vorhanden sein muss.

Auch negiert wurde die Ansicht, dass es in der Sparte der KfZ-Versicherung neue Märkte gibt, die erschlossen werden müssen. Die Marktanteile bleiben seit Jahren relativ konstant, sodass eher die Verteilung im Vordergrund steht.

Da die Neukundengewinnung die größte Herausforderung darstellt, gehören menschliche Vermieter mit ihrer Überzeugungskraft und Ansprechbarkeit vermutlich auch in Zukunft zu einer erfolgreich agierenden Versicherung. Und das trotz oder gemeinsam mit der Digitalisierung.

 

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