Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Versicherungsbranche: das „Aus“ für die Volksfürsorge

| Keine Kommentare

Keine Sorge, Volksfürsorge? Mit diesem Slogan warb die Versicherung noch in den 1980er für ihre Leistungen. Im Jahr 2007 titelte dann das Nachrichtenmagazin „Focus“ „Große Sorge – Volksfürsorge“ und sprach davon, dass das Traditionsunternehmen „zermalmt, zerschreddert und gefleddert“ würde.

Starke Worte, gewiss, doch mit der Übernahme durch die Assicurazioni Generali blieb die Marke auf der Strecke. Das endgültige Aus steht nun im ersten Halbjahr 2015 bevor. Wie das Versicherungsjournal berichtet, werden die verschiedenen Vertriebseinheiten bei Generali unter der Dachmarke zusammengeführt.

Der Schritt ist auch deshalb nachvollziehbar, weil sich hierdurch Kosten in Höhe von 30 Millionen Euro jährlich einsparen lassen. Darüber hinaus, schafft die Generali einen einheitlichen und nachvollziehbaren Beratungsansatz und klar definierte Kriterien für die Qualitätskontrolle. Als eigenständiges Unternehmen war die Volksfürsorge bereits 2008 vom Markt verschwunden und hatte danach nur noch als Vertriebseinheit unter dem Generali-Dach weiterbestanden.

Als einer der Hintergründe kann auch die Krise der Lebensversicherungen gelten. Aktuell verkaufen noch 3.000 hauptamtliche und 30.000 nebenberufliche Vermittler Versicherungen unter dem Namen Volksfürsorge. Diese Getrennt-Behandlung kostet Geld und scheint keinerlei Image-Vorteile durch Verwendung der alten und eingeführten Marke mit sich zu bringen.

Mancherorts wird auch von einem Stellenabbau gesprochen, doch hat Generali diese Berichte bislang nicht bestätigt.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.