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Versicherungsbetrug: Versicherer darf Detektiv beauftragen

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Dass sich Versicherungsbetrug nicht lohnt, düfte hinlänglich bekannt sein. Neben der Strafverfolgung und dem Ausbleiben einer Schadensregulierung, müssen Betrüger auch damit rechnen, die Kosten für einen Detektiv zu übernehmen.

Das schreibt die Detektiv.ag und nimmt dabei auf einen Beschluss des Hanseatischen Oberlandesgerichts Bremen (AZ 2 W 82/15) Bezug. Im konkreten Fall musste der Versicherungsbetrüger die Kosten für das Detektivbüro in vollem Umfang übernehmen.

Das Gericht schränkte in seinem Urteil jedoch die Beauftragung der privaten Ermittler ein. Bei einer Routineuntersuchung bleiben die Kosten zunächst bei der Versicherung und müssen nur bei Erhärtung eines konkreten Verdachts übernommen werden.

Verhandelt wurde die Forderung einer KfZ-Haftpflicht gegenüber einem Versicherten, der jede Menge Anhaltspunkte für einen Betrug geliefert hatte. Zudem musste die Versicherung damit rechnen, dass die widerrechtlichen Forderungen auf dem Klageweg durchzusetzen versucht werden würden. Entsprechend wurde schnell ein Detektiv eingesetzt, damit im Fall der — dann auch erfolgten — Klage auf Schadensregulierung, ausreichend Gegenargumente vorhanden waren.

Die Gerichtsentscheidung ist rechtskräftig und könnte in ähnlichen Fällen als Präzedenzfall herangezogen werden. Tatsächlich kommt es gerade im Bereich der Haftpflicht und KfZ-Haftpflicht immer wieder zu Versicherungsbetrug, bei dem jährliche Schäden in Milliardenhöhe verursacht werden.

 

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