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Versicherungsbetrug: Maßnahmen zur Prävention möglich

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Versicherungsbetrug bleibt ein relevantes Problem und verursacht der Branche Jahr für Jahr Schäden in Höhe von rund vier Milliarden Euro. Neben der Möglichkeit, Ermittlungen anzustellen, wird seit einiger Zeit auch der Prävention großes Interesse gewidmet.

Der Versicherungsbote hat in diesem Zusammenhang mit der Expertin und Buchautorin Vanessa Köneke (Buchtitel: „Versicherungsbetrug verstehen und verhindern“) gesprochen. Diese weist darauf hin, dass in den meisten Fällen weniger eine Bereicherungsabsicht als das Abwenden eines Schadens im Mittelpunkt steht.

Konkret zeigt sich dies beispielsweise an der Angabe, ein Kellerraum sei verschlossen gewesen, wenn es zu einem Diebstahl kam oder der Deklaration eines Haftpflichtschadens durch gute Freunde.

Problematisch daran ist weniger die Schadenssumme, die meist unter 1.000 Euro liegt, sondern das mangelnde Unrechtsbewusstsein. Wer Versicherungsbetrug begeht, gilt oft noch als clever, weshalb in einer Emnid-Umfrage satte 25 Prozent kleinere Trickserein in der Vergangenheit zugegeben haben.

Besonders betroffen sind Haftpflicht- und Hausrat- sowie die KfZ-Versicherung – die Aufklärungsquote dürfte überaus gering sein und wird zwischen vier und 17 Prozent angesetzt. Hinzu kommt dabei noch, dass jährlich gerade einmal 5.000 Fälle angezeigt werden.

Abhilfe könnten die Versicherungen durch so genannte Bonus-Malus-Verträge und das Belohnen von Schadensfreiheit schaffen. Ebenfalls wichtig ist eine umfassende Beratung und das Halten eines engen Kundenkontakts. Zuguterletzt kann auch eine umfassende Bildung in finanziellen Fragen helfen, denn dann verstehen Betrüger, dass sie letztlich dem Kollektiv und damit auch sich selbst schaden.

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