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Versicherungsbetrug bei IT-Reparaturen nimmt zu

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Dass Versicherungsbetrug im Zuge sportlicher Großereignisse wie einer Fußball-EM drastisch zunimmt, ist wohlbekannt. Und bedarf deshalb auch keines eigenen Artikels. Spannender ist da schon der Trend, dass so genannte „Gatekeeper“ die Kosten der Versicherungen deutlich in die Höhe treiben.

Versicherungswirtschaft heute berichtet in diesem Zusammenhang darüber, dass IT-Spezialisten laut einer Studie der Universität Innsbruck durchschnittlich rund 80 Prozent mehr berechnen, wenn ein Gerät versichert ist. Mit anderen Worten erhalten die Versicherungen einen regelrechten Aufschlag, was sich durch Untersuchungen in 61 Computergeschäften zeigte.

Die an dem Versuch beteiligten Wirtschaftswissenschaftler und Experimentalökonomen ließen ein- und dieselbe Versuchsperson mit immergleichem Schaden eine Reparatur beauftragen. Im Schnitt wurde diese mit 70 Euro berechnet, nach Hinweis auf eine Versicherung jedoch mit 135 Euro.

Spannend wird dieses Studie aber erst durch die Transferleistung, die die Wissenschaftler erbringen. IT-Experten werden in diesem Zusammenhang ebenso zu „Gatekeepern“ ernannte wie Ärzte, womit sich Rückschlüsse auf das Gesundheitssystem ziehen lassen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung handelt es sich um ein Verhalten, dass “substantiell zu den explodierenden Kosten auf dem Gesundheitsmarkt beitragen.” könnte.

Der Fachausdruck für diese Art von Versicherungsbetrug lautet im Forscherjargon offensichtlich „moralisches Versagen zweiten Grades„. Der Rückschluss auf die Private Krankenversicherung (PKV) bzw. den Gesundheitsbereich erstaunt jedoch. Hier liegt schließlich ohnehin eine Versicherung vor, weswegen kaum ein Unterschied zwischen verschiedenen Fallbeispielen unternommen werden kann. Es ist ein wenig schade, dass der zitierte Artikel in diesem Punkt eine Erklärung schuldig bleibt …

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