Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Versicherungen: wann lohnt sich die Eigenbeteiligung?

| Keine Kommentare

Lohnt sich eine Selbstbeteiligung oder nicht? Natürlich lässt sich diese Frage nur schwerlich pauschal beantworten. Dennoch hat das Online-Portal Verivox den Versuch unternommen und empfiehlt die Zahlung aus eigener Tasche vor allem in der Rechtsschutzversicherung.

Der Versicherungsbote berichtet über das Thema und weist auch darauf hin, dass der Selbstbehalt weder bei der Hausrat- noch bei der Haftpflichtversicherung empfohlen wird. Die Begründung ist einfache Mathematik: im Schadensfall wird die Ersparnis durch niedrigere Prämien schnell „aufgefressen“ und die Versicherten zahlen unter dem Strich drauf.

Für die Untersuchung wurden in den Versicherungssparten Hausrat, Haftpflicht und Rechtsschutz jeweils fünf Modellrechnungen aufgestellt. Kalkuliert wurde mit Tarifen mit und ohne Selbstbeteiligung, wobei die SB maximal 250 Euro betragen durfte. Das Ergebnis zeigt eine Ersparnis zwischen zwölf und 30 Prozent, wenn die Selbstbeteiligung eingerechnet wird.

Ein Alleinstehender spart in der Privathaftpflicht allerdings gerade einmal sieben Euro im Jahr, Familien rund 13 Euro, bei der Hausrat wird mit neun Euro bis 20 Euro kalkuliert. Gegenüber den 250 Euro SB müssten also viele schadensfreie Jahre eintreten, um tatsächlich Geld zu sparen.

Anders sieht es bei der Rechtsschutz aus, wo die Ersparnis – laut Modellrechnung – satte 109 Euro im Jahr beträgt. Entsprechend haben sich die Kosten – über den Daumen gerechnet – bereits nach zweieinhalb Jahren amortisiert und die SB macht Sinn.

Wohlgemerkt: es handelt sich jeweils um Modellrechnungen, d.h. für eine eigenen Kalkulation sollte mit konkreten Zahlen und Angeboten hantiert werden.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.