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Versicherungen: viele Risiken für Hobbysportler

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Freizeitsportler leben gefährlich. So plakativ ließe sich ein Artikel in den Stuttgarter Nachrichten zusammenfassen, der sich sowohl mit den Folgen von Sportverletzungen am Arbeitsplatz als auch mit Fragen des Versicherungsschutzes auseinandersetzt.

Grundsätzlich ist es so, dass seitens des Arbeitsgebers die Lohnfortzahlung gestoppt werden kann, wenn es sich um einen selbst verschuldeten Unfall handelt. Damit nicht genug, denn infolge zu viele Fehlzeiten könnte es sogar zu einer Kündigung kommen – und das, obwohl der Arbeitgeber normalerweise nicht in das Privatleben seiner Mitarbeiter eingreifen darf.

Knackpunkt ist dabei das eigenen Verschulden, das auch im Fall einer Arbeitsunfähigkeit zur Kündigung führen kann. Die Beweislast liegt hier natürlich beim Arbeitgeber und dieser muss dokumentieren, dass ein Freizeitsportler über seine Kräfte und Fähigkeiten hinaus gegangen ist. Musterbeispiele stellen die trendigen Extremsportarten dar und so gehen diejenigen, die untrainiert einen Marathon laufen oder auf einen Berg steigen ein entsprechendes Risiko ein.

Auch zu den gefährlichen Sportarten zählen Kickboxen und manche andere Sportarten. Zudem existiert eine Form von Fahrlässigkeit, wenn beispielsweise der erforderliche Schutz fehlt wie bei Eishockeyspielen ohne Helm etc.

Bedenkt man, dass sich Jahr für Jahr rund 1,5 Millionen Unfälle in der Freizeit ereignen, so empfiehlt sich dringend eine private Unfallversicherung. Diese sichert zum Beispiel die Kosten für eine eventuell benötigte Haushaltshilfe oder zusätzliche Physiotherapie ab und geht dabei weit über das gesetzliche Maß hinaus.

Des Weiteren versteht sich für schwere Fälle der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) von selbst, die allerdings im Bereich der Unfallabsicherung keinen Mehrwert bietet, da die private Unfallversicherung auch bei Arbeitsunfällen die Schadensregulierung übernimmt.

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