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Versicherungen und das Problem der Nachhaltigkeit

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Die Versicherungsbranche steht allgemein nicht im Ruf, besonders progressiv zu agieren. Dies zeigt sich nicht nur in der schleppenden Digitalisierung, sondern auch im Hinblick auf die Nachhaltigkeit. Eine Analyse der CSR-Berichte (Corporate Social Responsibility) deutscher Assekuranzunternehmen offenbart zum Teil erheblichen Nachholbedarf.

Bei Fondprofessionell werden die die Macher der Studie, Zielke Research Consult in Aachen, mit den Worten: „Das Thema Umwelt und Soziales ist bei der Mehrheit der deutschen Versicherer noch nicht angekommen“ zitiert. Dabei existiert die CSR-Richtlinie der EU bereits seit 2014 und setzt aussagekräftige Berichte voraus.

Untersucht wurden 42 CSR-Berichte, die anhand einer Skala von maximal 16 Pluspunkten bis elf Minuspunkten bewertet wurden. Die bestplatzierten Versicherer erreichten sieben Pluspunkte, viele Unternehmen lagen jedoch im Minusbereich. Vor allem Aspekte wie die Inklusion von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit körperlicher Beeinträchtigung findet so gut wie nicht statt und wird nur von einer einzigen Gesellschaft von 42 aktiv betrieben.

Der „Net Promoter Score“ oder auch Promotorenüberhang wird nur von drei Unternehmen aktiv vermeldet und weniger als ein Viertel der untersuchten Versicherungen liefert konkrete Angaben hinsichtlich ihres CO2-Ausstoßes. Sportliche Angebote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden immerhin von 25 der 42 Gesellschaften unterbreitet, wenn auch zum Teil nur in Form eines Zuschusses zum Fitnessstudio.

Manche Unternehmen gehen sogar so weit, dass Nachhaltigkeit der Produkte explizit als unwichtig angesehen werden, was jedoch angesichts der enormen Summen an investiertem Kapital nur schwer nachvollziehbar erscheint.

Fazit: es gibt Einiges zu verbessern, nicht nur im Hinblick auf die Attraktivität gegenüber möglichen Kundinen und Kunden, sondern auch in Bezug auf das Image als möglicher Arbeitgeber.

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