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Versicherungen gegen „Shitstorms“ liegen im Trend

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Noch vor rund zehn Jahren hätte hierzulande niemand etwas mit dem englischen Begriff „Shitstorm“ anfangen können. Mittlerweile existieren sogar eigene Policen, die gegen einen Verlust der Reputation im Internet schützen bzw. die dadurch entstehenden Schäden ausgleichen.

Absatzwirtschaft.de berichtet über den Trend und spricht von einer „Anti-Skandal-Versicherung“ oder an einer anderen Stelle auch vor einem Schutz gegen die Wut der Kunden. Hintergrund der neuen Police, die von der Allianz angeboten wird, ist die Erkenntnis, dass sich jedes achte Unternehmen vor einem Reputationsverlust fürchtet.

Eines der Probleme besteht darin, dass mögliche Skandale längst nicht mehr nur von Journalisten aufgedeckt werden, sondern mittlerweile „viral gehen“. Konkret bedeutet dies, dass laut Statistik rund 70 Prozent aller derartigen Krisen nach einem Tag international verbreitet sind.

Versicherungen sprechen in diesem Kontext natürlich nicht vom „Shitstorm“, sondern umschreiben es elegant mit „Medienereignis“ oder „negativer Berichterstattung“. Auch die HDI hat diesen Aspekt für sich entdeckt und integriert den Reputationsschutz als Baustein in andere Versicherungspolice.

Problematisch ist noch die Frage nach dem Gradmesser des Schadens und danach, wann ein Shitstorm vorliegt. Zudem darf keine Straftat vorliegen, da sonst der Versicherungsschutz erlischt.

Man darf gespannt sein, ob sich dieser Versicherungsschutz mittelfristig auch im privaten Bereich etabliert, denn auch hier existieren „Shitstorms“, die — in diesem Fall psychischen — Schaden anrichten können.

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