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Versicherungen für Tiere: jede Menge Einschränkungen

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In einigen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für Hundehalter verpflichtend, anderenorts wird dringend dazu geraten. Es handelt sich hierbei jedoch keineswegs um die einzige Police, die für Vierbeiner abgeschlossen werden kann.

Im Deutschlandfunk wird das Thema auf informative Weise diskutiert, wobei wir auch erfahren, dass Katzenbesitzer keine eigene Haftpflichtversicherung benötigen, weil die Tiere in der Privathaftpflicht enthalten sind. Doch wie sieht es bei einer Erkrankung aus?

Vermeintlich Abhilfe schafft eine so genannte Vollschutzkrankenversicherung für Tiere. Je nach Rasse und Alter eines Hundes werden hierfür zwischen 250 und 780 Euro jährlich fällig, bei Katzen ist von jährlichen Prämien zwischen 160 und 400 Euro auszugehen. Das Problem: echten Rundumschutz bieten die Policen trotz der augenscheinlich hohen Preise keineswegs.

So werden weder Maßnahmen wie eine Kastration noch Vorsorgebehandlungen wie Impfungen und Wurmkuren übernommen. Manche Versicherer sind in diesem Bereich großzügig, die meisten sagen jedoch schlichtweg „Nein“, was so auch in den Versicherungsbedingungen steht.

Ebenfalls nicht erstattet wird spezielles Diätfutter für Hunde – auch dann nicht, wenn dieses seitens eines Veterinärmediziners verschrieben wurde. Bei den Ärzten ist es generell so, dass der einfache Satz übernommen wird, nicht aber die oftmals übliche Abrechnung mit Faktor 1,5 bis 3. Auch bei reinen OP-Versicherungen, die etwas günstiger zu haben sind, sollten man genauer Hinschauen, denn hier ist oft die Vollnarkose Bedingung für eine Kostenübernahme.

Zuguterletzt enthalten viele Versicherungsverträge kleinere Einschränkungen wie einen Selbstbehalt nach Erreichen des fünften Lebensjahres eines Tieres o.ä.. Fazit: nach Einschätzung der Verbraucherzentrale NRW lohnt sich eine Krankenversicherung für Hunde oder Katzen nur in wenigen Fällen und meist ist es klüger, das ggf. benötigte Geld selbst auf die Seite zu legen.

2 Kommentare

  1. Pingback: Barmenia kooperiert mit VAV - Philipp Pistis

  2. Inzwischen hat sich bei der Hundekrankenversicherung sehr viel geändert! So wird inzwischen generell der 2-fache GOT-Satz erstattet, oft sogar mehr. Auch das Leistungsspektrum hat sich erweitert! Was sich nicht gravierend geändert hat sind die zum Glück die Beiträge.

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