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Versicherungen für staatliche Sicherheiten wegen Corona

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Das Thema Versicherungen ist während der Corona-Krise bereits überaus problematisch. Vielfach existiert nicht der passende Schutz und in Deutschland werden die Verdienstausfälle von Unternehmen in aller Regel durch den Staat bzw. die Länder kompensiert. Wie es nach dem „Lockdown“ weitergehen könnte, zeigt ein interessanter Artikel für die Schweiz auf.

In der Neuen Zürcher Zeitung wird die Frage nach der Versicherung von Lieferantenkrediten laut. Diese werden in Deutschland offenbar über staatliche Garantien gesichert, was bei den Eidgenossen noch nicht der Fall ist. Seitens der Versicherungsunternehmen besteht kein Interesse an einer Absicherung, weil die Risiken zu hoch ausfallen.Konkret bedeutet dies, dass der Ausfall eines Lieferanten bzw. Abnehmers im Moment zu wahrscheinlich ist, als dass man hierzu eine erschwingliche Police anbieten könnte. Sowohl bei Exporten als auch bei Inlandslieferungen müsste fortan der Staat einspringen, um die Geschäfte überhaupt erst möglich zu machen. Die Alternative bestünde in der Sofortbezahlung, was aber noch riskanter ist und zudem den Handel behindert.

In Deutschland funktioniert es derzeit so, dass die Privatversicherer ihre Prämien zu 65 Prozent an den Staat leiten und dieser Garantien in Höhe von 30 Milliarden Euro leistet. Die ersten 500 Millionen Euro werden ganz klassisch von den Versicherern gedeckt, Beträge oberhalb der staatlichen Garantien ebenfalls. Frankreich beschreitet einen ähnlichen Weg, allerdings „nur“ in Höhe von zehn Milliarden Euro staatlicher Garantie.

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