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Versicherungen für Senioren: was ist notwendig und was nicht?

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Mit dem Ruhestand verändert sich eine Menge und auch die Versicherungssituation wird eine komplett andere. Wer ohnehin in Rente ist, benötigt naturgemäß keine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und auch deren Pendants wie die Erwerbsunfähigkeitsversicherung (EU) werden obsolet.

Doch was ändert sich noch im Alter? Und wie kann man sich clever versichern? Ein oft genannter Tipp ist der Abschluss spezieller Seniorenpolicen. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn oftmals lohnen sich die Verträge nicht.

Doch zunächst noch einmal zu den wegfallenden Versicherungen. Neben BU und/oder EU braucht auch kein Krankentagegeld mehr vereinbart zu werden. Dadurch, dass die Erwerbstätigkeit wegfällt, werden die Kosten für einen Ausfall ohnehin gemindert. Sowieso meist nicht lohnenswert sind spezielle Tarife für den Ersatz einer Brille oder auch konkrete Diebstahlpolicen, die gemeinsam mit dem Kauf eines Gegenstands wie eines E-Bikes etc. angeschafft werden können.

Sparen lässt sich auch bei der Rechtsschutz, da die berufliche Komponente nicht mehr abgedeckt werden braucht. Private Pflegeversicherung sind hingegen ein Rechenexempel, bei dem davon ausgegangen werden muss, dass die Pflegezeit im Schnitt zwischen zwei und drei Jahre andauert. Ob dabei die gesetzliche Pflegeversicherung für den Heimaufenthalt ausreicht oder nicht, sollte anhand der konkreten Situation eingeschätzt werden.

Hinsichtlich der Unfallversicherung braucht kein spezieller Seniorentarif abgeschlossen werden, wie es in einem Ratgeberartikel bei n-tv heißt und Sterbegeldversicherungen sind erst recht ein Verlustgeschäft, da die meisten Policen nur bis zu, 85. Lebensjahr übernehmen.

Bei Lebensversicherung müssen sich Senioren auf eine Gesundheitsprüfung einstellen.

Unangetastet bleiben die private Haftpflicht, die KfZ-Haftpflicht (eventuell mit Seniorentarif) sowie die Private Krankenversicherung (PKV), die weiterlaufen. Sofern ältere Menschen gemeinsam mit ihren Kindern in einem Haus leben, lässt sich jedoch über einen kombinierten Hausrat- und Haftpflichtschutz für die gesamte Familie nachdenken.

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