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Versicherung: was steckt hinter Telematik-Tarifen?

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Wie wäre es, wenn die eigenen Versicherungspolice nicht mehr mit Geld, sondern mit Daten bezahlt werden könnte? Was (noch) wie Science Fiction klingt, wird bereits in manchen Versicherungssparten erprobt. Die Rede ist von den so genannten Telematik-Tarifen, die sowohl die KfZ-Haftpflicht als auch die Private Krankenversicherung (PKV) betreffen.

Bei n-tv.de werden die Vor- und Nachteile der neuen Tarife erläutert. Erstere bestehen – ganz klar – in geringeren Prämien, wie sie bei den KfZ-Versicherern bereits von Signal Iduna und AXA angeboten werden. Huk-Coburg und Allianz und damit die Schwergeschichte der Branche wollen in diesem Jahr nachziehen.

Wer sich für einen Telematik-Tarif entscheidet, lässt sein Fahrverhalten über eine eigene App oder eine kleine Box überwachen. Wer viel und hart bremst, oft schnell fährt oder Nachtfahrten unternimmt, muss mit negativen Folgen rechnen. Auf der anderen Seite stehen Einsparpotenziale von bis zu 40 Prozent. Zudem scheinen die Unfallzahlen durch die Tarife um ebenfalls 40 Prozent zu sinken.

Problematisch erscheint in diesem Kontext die Beachtung des Datenschutzes, was sich auch bei der PKV zeigt. Gesetzliche Krankenkassen wie die AOK Nordost machen es vor und wollen ab diesem Jahr ein „neues Bonus- und Prämienprogramm auf digitaler Basis“ präsentieren. Die Generali geht als PKV denselben Weg und bietet Rabatte für Kunden, die ihren Gesundheitszustand über ein Handyprogramm überwachen lassen. Bedenkt man, dass schon jetzt rund 380.000 Apps zu Themen wie Gesundheit, Fitness oder Lifestyle erhältlich sind, dürfte die technische Ausführung das kleinste Problem darstellen.

Ob sich die Telematik-Tarife jedoch flächendeckend durchsetzen werden am Ende die Versicherten entscheiden.

 

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