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Versicherung: was bedeutet grobe Fahrlässigkeit vor Einbrüchen?

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Die Winterzeit gilt gemeinhin als Einbruchszeit. Folgt man einer Statistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) so steigt die Zahl zwischen Oktober und März um runde 40 Prozent gegenüber den anderen Monaten. Doch wie sieht es mit der Haftung aus? Und wann handelt es sich um grobe Fahrlässigkeit?

Das Nachrichtenportal n-tv hat dieses Thema aufgegriffen und erläutert die eine oder andere Maßnahme zur Sicherung von Fenstern und Türen. Interessant ist vor allem die Frage, ob ein einfaches Abschließen der Türen ausreicht oder dafür sorgen kann, dass der Versicherungsschutz eingeschränkt ist. Hinsichtlich der Gesetzgebung existieren bislang keine eindeutigen Urteile, doch existieren sehr wohl bestimmte Leitfragen, nach denen entschieden wird, ob der Versicherte fahrlässig gehandelt hat.

Relevant ist vor allem die Dauer, die ein Versicherter außer Hauses war und die Frage, inwieweit ein kausaler Zusammenhang zwischen der nicht mehrfach abgeschlossenen Tür und dem Einbruch bestand. Mit anderen Worten kann eine Versicherung keinesfalls die Schadensregulierung verweigern, wenn die Tür nicht abgeschlossen war, der Einbrecher jedoch durch ein Fenster kam.

Bei einer Abwesenheit von zwei Stunden und nicht ordnungsgemäß verschlossener Tür, kann die Versicherung allerdings die Leistungen um 50 Prozent kürzen, wie das Landgericht Kassel entschieden (Az.: 5 O 2653/09) hat.

Wer überhaupt nicht Gefahr einer entsprechenden Auseinandersetzung bzw. Abwägung laufen möchte, entscheidet sich für einen Passus, in dem auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichtet wird. Das kostet zwar etwas mehr, kann sich aber im Fall der Fälle lohnen.

 

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