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Versicherung und Provisionen: jede Menge Unkenntnis

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Wer eine Versicherung abschließt, zahlt fast durchweg eine Provision an den Vermittler. Fast eigentlich jedem Versicherungsnehmer einleuchten müsste, scheint hierzulande keineswegs im Bewusstsein zu sein. Laut einer Umfrage wissen lediglich acht Prozent der Deutschen wie hoch die Provision genau ist.

Der Versicherungsbote bezieht sich auf die Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die zudem ergibt, dass rund ein Drittel der Deutschen noch nicht einmal von der Existenz von Provisionen weiß. 64 Prozent wissen zudem bei keiner ihrer Versicherung, wie viel Provision sie zahlen.

Interessant ist hier der Blick auf den Bildungsgrad der Befragten. Wer studiert oder über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt, weiß zu 19 Prozent genau, wie hoch die Provisionen sind (oder gibt dies zumindest an), während diese Quote bei Personen ohne jeden Abschluss nur bei sieben Prozent liegt. Fertige Akademiker wissen sogar zu 26 Prozent exakt, wie sich die Provisionssituation bei ihrer Versicherung verhält.

Die Umfrage wurde übrigens vom Fintech-Unternehmen moneymeets beauftragt. Der Online-Vermittler würde gerne einen Teil der Vermittlungsprovision an die Kunden weitergeben und argumentiert mit der damit einhergehenden größeren Transparenz. Seit 1934 gilt hierzulande jedoch das Provisionsabgabeverbot, das eine Teilung der Vergütung nicht gestattet. Die Bundesregierung möchte hieran festhalten, doch steht dem ein Provisionsanteil von bis zu 20 Prozent jährlich entgegen.

Die Versicherungsvermittler argumentieren damit, dass im schlimmsten Fall eine Vermittlungserschleichung droht, d.h. kostenlos beraten und dann bei einem günstigeren Vermittler abgeschlossen wird. Man darf gespannt sein, wie sich dieses durchaus auch politische Thema weiterentwickelt …

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