Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Versicherung und Corona: wer kommt für Langzeitfolgen auf?

| Keine Kommentare

Dass eine Infektion mit dem Corona-Virus in manchen Fällen auch zu bleibenden Schäden führt, gilt mittlerweile als gesichert. Doch wie stellt sich deren Behandlung aus Sicht der Versicherungen dar? Bei akuten Fällen ist eine Kostenübernahme seitens der Privaten Krankenversicherung (PKV) bzw. der Krankenkasse selbstverständlich. Corona kann aber auch ein Fall für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) werden.

Das Versicherungsmagazin weist auf diese Thematik hin und zitiert mehrere hochrangige Mediziner, die unter anderem auf Durchblutungsstörungen bis hin zur Notwendigkeit einer Amputation hinweisen. Des Weiteren erleiden viele Intensivpatienten psychische Schäden, die sich kaum therapieren lassen.Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist darauf hin, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) auch in Fällen von Corona in die Bresche springt. Eine Blitzumfrage ergab, dass elf von elf befragten Versicherer diese Frage mit „Ja“ beantworteten. Voraussetzung ist jedoch eine Berufsunfähigkeit um 50 Prozent.

Wer an COVID-19 erkrankt und vollständig genesen ist, kann zudem auf Versicherungsschutz hoffen. Die zu erwartenden Beiträge werden dabei nicht in Form eines Risikoaufschlags erhöht und es soll auch keine Ausschlüsse geben. Lediglich akut Erkrankte erhalten keine BU, sondern müssen erst einmal ihre Genesung abwarten.

Kaum in Frage kommt die private Unfallversicherung. Der GDV schließt einen Schutz je nach Konstellation zwar nicht aus, weist allerdings darauf hin, dass die Krankheiten die eingeschlossen sind, explizit aufgezählt werden müssen. COVID-19 ist hier naturgemäß noch nicht enthalten. Zudem kann ein Erreger, der sich in der Luft befindet, nicht über einen Unfall in den Körper gelangen. Eine Ausnahme könnten Chemiker oder Biologen darstellen, was jedoch auf die konkrete Police ankommt.

In einer Dread Disease ist Corona noch nicht enthalten, eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung prüft nach, inwieweit und zu welchem Grad keine Tätigkeit mehr ausgeübt werden kann, was bei COVID-19 ebenso gilt wie bei anderen Erkrankungen.

Zuletzt sind Kinder im Rahmen einer Kinder-Invaliditäts-Versicherung (KIZ) stets auch gegen eine Infektion mit dem Corona-Virus geschützt. Die Wahrscheinlichkeit, dass bleibende Schäden eintreten, ist jedoch statistisch überaus gering.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.