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Versicherung: Maklerkunden darf interner Ansprechpartner genannt werden

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Für Versicherte mag das Urteil des Oberlandesgerichts Hamm auf den ersten Blick wenig Auswirkungen mit sich bringen. Für Versicherungsmakler und die Versicherungsunternehmen schon eher. Ganz konkret geht es um den Kundenservice und die Frage, wer diesen übernimmt.

Laut STB-Web haben die Richter entschieden, dass eine Versicherung im Anschreiben ihre eigenen Filialdirektion als Kundenservice nennen kann. Und damit letztlich den Makler übergeht. Vorausgegangen war eine Unterlassungklage einiger Makler im PKV -Segment.

Die Makler hatten sich speziell an Formulierungen wie „Es betreut Sie ….“ oder „Ihr zentrale Kundenservice …“ gestoßen und wollten diese aus den Schreiben entfernt haben. Als Begründung führten die Versicherungsmakler an, dass sie in dem Anschreiben übergangen würden und zudem eine Irreführung bestünde.

Unter dem Az. 4 U 90/14 wurde die Klage am 18.11.2014 abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichts ist die Nennung von Kontaktdaten durchaus üblich und erweckt auch nicht den Eindruck, dass allein die Versicherung für den Kundendienst zuständig ist. Allein an der Zusammenarbeit mit dem Makler erkennen Kunden bereits, dass es sich hier auch in Zukunft um einen Ansprechpartner handelt und ihre Betreuung nicht auf einmal von der Filialdirektion oder eine Regionalstelle der Versicherung übernommen wurde.

Auch Wettbewerbswidrigkeit konnte nicht festgestellt werden, da keine anderen Makler genannt wurden und lediglich der interne Wettbewerb angekurbelt würde. Entsprechend ist es Versicherungen nach Ansicht des OLG Hamm sogar erlaubt, dem Versicherungsmakler Kunden abzuwerben, sofern dies nicht unter Verwendung irreführender Angaben geschieht.

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