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Versicherung: Leasing birgt einige Tücken

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Wer ein Fahrzeug im Rahmen eines Leasingvertrags erwirbt, geht damit keineswegs auf „Nummer sicher“. Offenbar ist es so, dass die Vollkaskoversicherungen unter bestimmten Bedingungen die Schadensregulierung verweigern. Die Folge sind erhebliche Nachzahlungen in vierstelliger Höhe.

Darüber berichten die Stuttgarter Nachrichten. Dort heißt es beispielsweise, dass ein Totalschaden in den ersten Monaten als besonders problematisch gilt. Die Versicherungen zahlen lediglich den Wiederbeschaffungswert für einen Gebrauchtwagen und nicht die Reparatur. Selbiges gilt übrigens auch für den Diebstahl.

Das Problem liegt darin, dass der Wertverlust eines Fahrzeugs tatsächlich höher ausfällt als seitens der Leasingunternehmen angesetzt wird. Bereits nach wenigen Monaten sind nur noch 80 oder gar 70 Prozent des Neupreises fällig und der Differenzbetrag muss teilweise ausgeglichen werden. Wer — so das Rechenbeispiel des zitierten Artikels — ein Fahrzeug zum Wert von 30.000 Euro least, muss bei einem Totalverlust und einem Wertverlust in Höhe von 30 Prozent stolze 9.000 Euro ausgleichen.

Seitens der Leasing-Gesellschaften geht es dabei um einen Ausgleich des entgangenen Gewinns und der zu zahlenden Zinsen. Einen Ausweg bietet die GAP-Deckung. Die Rede ist von einer Absicherung einer eventuell entstehenden Lücke zwischen der Versicherungsleistung und dem Restanspruch des Leasinggebers. Die Gap-Deckung sollte Teil des Leasingvertrags sein. Anderenfalls muss in der Kasko-Versicherung eine möglichst lange Neuwerterstattung festgeschrieben sein. Die Spanne reicht hier von sechs bis zu 24 Monaten.

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