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Versicherung gegen Cyberrisiken meist nur lückenhaft

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Eine Versicherung gegen Cyberrisiken bzw. eine Cyberpolice wird von mehr und mehr Unternehmen und Privatpersonen genutzt. Dabei sind die Risiken zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar zu benennen und es kommt zudem immer wieder zu Überschneidungen mit anderen Versicherungen.

Bei procontra Online findet sich ein lesenswerter Artikel zu diesem Thema. Ein Experte weist darauf hin, dass eine Reihe von Cyberrisiken bereits durch Elektronik, Betriebsunterbrechung, Vertrauens- oder Vermögensschaden abgedeckt werden kann, wobei immer nur einzelne Bereiche der Risiken abgebildet werden.Das Problem besteht darin, dass die Schäden aber auch die Risiken nicht klar benannt werden können und auch die Folgen nicht immer absehbar sind. Eine Ertragsausfall- und Elektronikversicherung haftet beispielsweise nur bei einem Sachschaden, der aber bei einem Virus oder Trojaner bzw. Datenverlust nicht gegeben ist. Auch eine Attacke durch Schadsoftware und eine Verschlüsselung nebst Erpressung lässt sich so nicht abdecken bzw. nur gegen Aufpreis mitversichern.

Die Vertrauensschadenpolice deckt ebenfalls nicht die Schäden durch eine Cybererpressung und auch mittelbare Schäden wie Verluste des eigenen Unternehmens sind meist nicht inkludiert. Hinzu kommt, dass Cyberangriffe nur dann in die Policen fallen, wenn diese gezielt erfolgt sind, d.h. öffnet ein Mitarbeiter versehentlich einen per Massenmail gesendeten Anhang, so geht man leer aus.

Die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung reicht auch nur für einen Teil möglicher Schäden und umfasst keine Verstöße gegen Art.34 DSGVO. Cyberversicherungen sorgen für Abhilfe und sichern genau die Risiken ab, die in anderen Policen nicht enthalten sind. Im zitierten Artikel werden explizit:

Übernahme von Lösegeld, Kosten der IT-Forensik, Rechtsberatung und Wiederherstellung von IT-Systemen. Auch Benachrichtigungskosten, PCI-Vertragsstrafen und Aufwendungen zur Abwehr von Bußgeldverfahrens

erwähnt. Ob ein entsprechender Schutz unbedingt vonnnöten ist, muss allerdings jedes Unternehmen für sich entscheiden.

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