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USA: weiter Streit um die Krankenversicherung

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Gemessen an den Streitigkeiten um die Neuorientierung des US-amerikanischen Gesundheitssystems erscheint die Kontroverse um die Private Krankenversicherung (PKV) in der Tat „harmlos“. Durch die Präsidentschaft Donald Trumps könnten bald mehrere Millionen US-Bürgerinnen und -bürger ohne jeden Versicherungsschutz dastehen.

Das ist zumindest eine Vermutung, die in der Frankfurter Allgemeine geäußert wird, die sich dabei auf das unabhängige Budgetbüro des Kongresses (CBO) beruft. Demnach könnten es bei Beendigung von „Obamacare“ bereits im nächsten Jahr 14 Millionen weniger Versicherte sein und bis 2026 wären es dann insgesamt 52 Millionen US-Amerikaner ohne jede Krankenversicherung.

Gesundheitsminister Tom Price ist da anderer Meinung und auch die Mehrheitsfraktion der Republikaner im Repräsentantenhaus scheinen die Befürchtungen nicht zu teilen. Fakt ist, dass „Medicaid“, wie es vom Ex-Präsidenten Barack Obama eingeführt wurde, vor allem Geringverdienern die Chance auf medizinische Versorgung gab. Die damit einhergehende Versicherungspflicht soll nach Wille der Republikaner abgeschafft werden und statt Zuschüssen sollen Steuervorteile gewährt werden.

Die Folge könnte sein, dass eine Reihe von Menschen aus der Krankenversicherung aussteigen, da ohne Pflicht auch keine Strafzahlungen fällig werden. Aufgrund der prognostiziert höheren Prämien müssten weitere Personen aussteigen, da sie sich die Beiträge schlichtweg nicht leisten können.

Auch unter den Republikanern regt sich Widerstand gegen die Reform der Reform und so kündigten bereits vier Senatoren an, die zu starken sozialen Einschnitte nicht zu unterstützen. Es bleibt also spannend…

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