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Urteil: Uniparty nicht von der Unfallversicherung abgedeckt

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Die studentische Unfallversicherung ist zwar im studentischen Alltag verankert, verweigert jedoch bei Unipartys die Schadensregulierung. Diese Praxis wurde nun vom Sozialgericht Mainz abgesegnet und durch ein Gerichtsurteil (Az. S 14 U 45/17) bekräftigt.

Konkret ging es dabei um eine Halloween-Party in deren Kontext sich ein Student schwer verletzt hatte. Dieser war in eine Rangelei verwickelt und hatte von Seiten seiner Universität einen Schadenersatz gefordert. Das Gericht ist jedoch der Auffassung, dass eine Uniparty keine universitäre Veranstaltung und damit nicht abgesichert ist.

Der Student hatte einen Gast nach dessen Diebstahl einer Bierflasche verfolgt. Im Rahmen der folgenden Rangelei ging die Bierflasche zu Bruch und die Scherben verletzten den Studenten an der Hand. Die Forderung gegenüber der Unfallkasse stellte darauf ab, dass es sich um einen Arbeitsunfall gehandelt habe, was von Seiten der Mainzer Richter allerdings anders gesehen wurde, wie die „Welt“ berichtet.

Wie groß die Signalwirkung dieses Urteils ist, ist schwer zu beurteilen. Fakt ist beispielsweise, dass Studierende laut den Informationen auf zahlreichen universitären Webseiten nicht nur bei Vorlesungen, Seminaren und Prüfungen, sondern — je nach Bundesland — auch im Rahmen von Praktika, Exkursionen und auf dem Weg vom und zum Studium unfallversichert sind. Ebenfalls eingeschlossen sind nicht-universitäre Orte, sofern an diesen eine Uni-Veranstaltung stattfindet.

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