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Urteil: Speziallinsen nicht zwingend PKV -Leistung

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Der Frage, wann eine Private Krankenversicherung (PKV) haftet oder nicht, führt nur in wenigen Fällen zu rechtlichen Auseinandersetzung. Eine Ausnahme hat sich nun vor dem Amtsgericht München zugetragen, das unter dem Az.: 121 C 27553/12 zugunsten einer PKV entschieden hat.

In dem Urteil ging es um die Frage, ob die privaten Krankenversicherungen auch im Fall von Alterssichtigkeit Kosten erstatten müssen. Nach Ansicht der Richter handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine Krankheit im klassischen Sinne, sondern eher um eine natürlich und physiologische Veränderung der Augen. Mit anderen Worten: die PKV braucht keine Kosten zu tragen.

Wie die Ärzte Zeitung dokumentiert, hatte im Jahr 2012 ein 54-jähriger Mann auf Kostenübernahme für so genannte torische Multifokallinsen geklagt. Die zuvor gestellte Diagnose lautete auf Grünen Star, Kurzsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Nach Ansicht der PKV hätten Einstärken- oder Monofokallinsen ausgereicht, die Richter entschieden darauf, dass torische Intraokularlinsen die richtige Wahl gewesen wären. Unter dem Strich wurde jedoch der Anspruch auf die besonderen – und damit auch besonders teuren – Linsen abgelehnt.

Aus diesem Urteil lässt sich jedoch keine allgemeine Aussage über das Verhalten der PKV im Schadensfall ableiten. Tatsache ist, dass die unterschiedlichen Anbieter auch im augenärztlichen Bereich sehr unterschiedlich reagieren. Wer bestimmte Risiken absichern möchte, sollte vor Abschluss seiner PKV umfassend mit einem Versicherungsberater sprechen und offene Fragen thematisieren.

 

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