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Urteil: PKV muss teilweise Laser-OP übernehmen

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Eine Laser-OP an den Augen kann in manchen Fällen enorme Auswirkungen haben. Der IV. Zivilsenat (IV ZR 533/15) des Bundesgerichtshofs (BGH) hat nun entschieden, dass die Kosten von einer Privaten Krankenversicherung (PKV) übernommen werden müssen.

Auf der Webseite Verivox findet sich ein Artikel zu diesem Thema, das den konkreten Fall mitsamt des Urteils umfangreich aufrollt. Verhandelt wurde dabei die Frage, ob es sich bei der Laser-OP um eine notwendige Behandlung zur Behebung von Kurzsichtigkeit handelte oder nicht. Der Streitwert belief sich auf ca. 3.500 Euro.

Gemäß der Argumentation der Richter, liegt bei -3 und -2,75 Dioptrien eine Krankheit vor und so muss die Lasik auch von der PKV übernommen werden. Interessant an dem Urteil ist die Einschätzung, dass es sich beim Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen um keine Heilbehandlung handelt, während die OP diese Voraussetzung in manchen Fällen erfüllt.

Noch existiert keine Urteilsbegründung, weswegen weder der Verband der Privaten Krankenversicherungen (PKV) noch die betroffene Versicherung eine Stellungnahme abgaben. Zudem wurde der Rechtsstreit nicht abschließend entschieden, sondern zunächst wieder an das Landgericht Heidelberg zurückverwiesen.

Nichtsdestotrotz kommt der Rechtssprechung in diesem Bereich enorme (finanzielle) Bedeutung zu. Würden Laser-OPs fortan als einzig gangbare Heilbehandlung anerkannt, würde dies enormen Aufwind für die dahinter stehende Branche bedeuten. Auf der anderen Seite entstünden für die einzelnen PKV erhebliche Mehrkosten ….

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