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Urteil: kein Nutzungsausfall bei verspätet zahlender KfZ-Versicherung

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Wer den Schaden hat, braucht nicht noch für den Spott zu sorgen – in Anlehnung an dieses Sprichwort lässt sich auch das Urteil des Landgerichts Saarbrücken (AZ.: 13 S 123/13) interpretieren. Hieraus geht hervor, dass auch bei unberechtigter Zahlungsverzögerung durch eine KfZ-Haftpflicht kein Nutzungsausfall geltend gemacht werden darf.

Dokumentiert wird das Urteil unter anderem im Tagesspiegel, der explizit darauf hinweist, dass es sich um unverschuldete Unfallschäden handelt, die letzlich erhebliche Nachteile für den Geschädigten mit sich bringen. Konkret geht es dabei um die Herausgabe des Fahrzeugs durch die Werkstatt, die bei ausbleibender Zahlung unterbleiben kann.

Die Versicherung des Unfallverursachers hatte erst nach einem Monat gezahlt, in dem das Unfallopfer ohne Auto auskommen musste. Die Forderung nach Entschädigung blieb jedoch ohne Erfolg, weil die Versicherung auf das Zurückhalten des Fahrzeugs hätte hingewiesen werden müssen. Ebenfalls hätte ein Hinweis darauf erfolgen müssen, dass der Mann selber nicht in der Lage ist, die Kosten für die Reparatur seines Fahrzeugs zu stemmen. Nach Ansicht des Gerichts wäre die Deckungszusage der Versicherung in diesem Fall vermutlich schneller erfolgt.

Schade ist in diesem Kontext, dass aus dem Artikel nicht hervorgeht, welche Versicherung die Zahlung so lange verschleppt hat. Schließlich ist auch die Schadensregulierung ein wichtiges Kriterium für die Ausfall der passenden Police.

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