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Urteil: Betriebsunterbrechungsversicherung steuerlich absetzbar

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Privatpersonen sichern sich durch eine Private Krankenversicherung (PKV) oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gegen den Krankheitsfall ab. Doch wie sieht es beim Arbeitgeber aus? Schließlich müssen auch hier Vorkehrungen gegen den Ausfall eines wichtigen Mitarbeiters getroffen werden.

Zu diesem Zweck existiert eine Betriebsunterbrechungsversicherung, die insbesondere die Erkrankung eines Geschäftsführers in einer GmbH abdeckt. Die Deutsche Handwerks-Zeitung berichtet in diesem Zusammenhang über einen interessanten Rechtsstreit zur steuerlichen Behandlung der Versicherungsbeiträge.

Wir erinnern uns, dass Privatpersonen sowohl die PKV als auch die BU steuerlich anrechnen können. Die Versicherungszahlungen in eine Betriebsunterbrechungsversicherung wurden vom Finanzamt jedoch wiederholt als verdeckte Gewinnausschüttung angesehen. Entsprechend mussten die Geschäftsführer bislang Kapitalerträge in Höhe der Versicherungsbeiträge versteuern.

Das Finanzgericht Niedersachsen sieht es mittlerweile anders und qualifiziert die Beiträge für die Betriebsunterbrechungsversicherung als Geschäftsausgaben. Im Urteil vom 14.2.2013, Az. 6 K 107/11 wurde zugunsten der GmbH entschieden, was allerdings noch keinen Grund zur Freude bedeutet. So ist die Gegenseite in Revision gegangen, was vom Bundesfinanzhof als zulässig angesehen wird. Bis zu einem endgültigen Urteil dürften die Steuerbeamten also noch im Sinne des Fiskus entscheiden.

Übrigens lassen sich aus dem Urteil keine Rückschlüsse auf Einzelunternehmer oder Freiberufler ziehen. Diese nutzen die Zahlungen aus der Betriebsunterbrechungsversicherung für ihren privaten Lebensunterhalt, während im Fall einer GmbH lediglich betriebliche Zwecke bedient werden.

 

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