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Urteil: barrierefreie Dusche schränkt Versicherungsschutz ein

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Wer eine barrierefreie Dusche im Badezimmer einbaut, muss eventuell um seinen Versicherungsschutz bangen. Das ergab das Urteil des Oberlandesgerichts München (OLG) (Az. 25 U 1728/17). So muss eine feste Duschtasse vorhanden sein, damit Wasserschäden übernommen werden.

Bei Steuertipps.de heißt es hierzu, dass bei Fehlen einer Duschtasse und einem reinen Gefälle im Boden des Badezimmers nicht mehr von einer Dusche auszugehen ist. Juristisch heißt es hierzu, dass nicht mehr von einer „mit dem Rohrsystem fest verbundene Einrichtung der Wasserversorgung“ gesprochen werden kann.

Vor Gericht verhandelt wurde ein Fall, bei dem Wasser durch eine komplett durchgeflieste Dusche in undichte Fugen ins Mauerwerk eingedrungen war. Für die Schadensabwicklung war die Leitungswasserversicherung des Geschädigten angesprochen worden, die jedoch abwinkte.

Wenn das Duschwasser direkt über den Bodenablauf abgeleitet wird, sehen die Allgemeinen Versicherungsbedingungen keinen Versicherungsschutz mehr vor, was auch vom Gericht bestätigt wurde.

Interessant ist dieses Urteil (das schon im letzten Jahr gesprochen wurde) auch deshalb, weil bodengleiche Duschen auch in zahlreichen öffentlichen Schwimmbädern zu finden sind. Es handelt sich somit keineswegs um einen Einzelfall.

Vor dem Einbau einer bodengleichen Dusche sollte somit stets mit der Versicherung gesprochen und eine Lösung gefunden werden. Teilweise kann in diesem Kontext auch eine Begutachtung vor Ort helfen und für den erforderlichen Versicherungsschutz sorgen.

 

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