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Unisex-Tarife: Preissprünge bei der PKV?

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Für Männer wird es richtig teuer– lautet die Überschrift zu einem Artikel im Handelsblatt. Dessen Wahrnehmung man mit Fug und Recht selektiv nennen dürfte. Schließlich geht es lediglich um eine begrenzte Auswahl an Unisex-Tarife, die genauer unter die Lupe genommen wurde.

Dabei konstatiert der Artikel einen Preisschub, der in Einzelfällen mehr als 60 Prozent beträgt. Analysiert wurden 34 Tarife von 17 Gesellschaften, durchgeführt wurde die Studie vom Analysehaus Franke und Bornberg.

Was sagt uns das? In meinen Augen reichlich wenig. Schließlich sprechen wir über die Neuabschlüsse und nicht über Erhöhungen in bestehenden Tarifen. Die Preise werden im Vorfeld kommuniziert und müssen meines Erachtens nicht mit ehemaligen Konditionen sondern mit den freiwilligen Beiträgen in der GKV und anderen PKV verglichen werden.

Dabei mag es einzelne Ausreißer-Tarife geben, doch unterm Strich schnüren die Privaten Krankenversicherungen immer noch attraktive Pakete. Hinzu kommt, dass der Preis allein nur schwerlich als Argument hinhalten kann. Gleichzeitig empfiehlt sich immer auch ein Blick auf die Leistungen, die bei der PKV oftmals deutlich üppiger ausfallen als bei den gesetzlichen Krankenversicherungen.

Zudem weist auch das Handelsblatt darauf hin, dass manche Tarife für Männer lediglich um vier Prozent gestiegen sind. Wo allerdings das Preisniveau zuvor lag, wird nicht deutlich. Anders ausgedrückt braucht ein ohnehin hochpreisiger Tarif im Zweifel weniger angehoben zu werden als ein günstiger Tarif.

Ob der Vorteil gegenüber den Krankenkasse wirklich sinkt, wie es in einer Zwischenüberschrift heißt, muss am Ende jeder einzelne Versicherte für sich und seine individuelle Situation entscheiden.

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