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Unisex-Tarife: PKV unter den Verlierern?

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Seit einiger Zeit wird nahezu jeder Schritt einer PKV von allgegenwärtigen Unkenrufen begleitet. Aktuell befindet der Focus, dass Versicherte durch die Unisex-Tarife teilweise „respektable Preisvorteile“ erzielen, nimmt die Private Krankenversicherung dabei jedoch explizit aus.

Ob es sich dabei allerdings um fundierte Erkenntnisse handelt, steht auf einem anderen Blatt. Zitiert wird eine Untersuchung des Analysehauses Franke und Bornberg bzw. deren „ersten Erkenntnisse“.  Ich habe mir die Webseite des Analysten einmal angesehen und finde hier eine Fülle von „FFF-Ratings“.

Unter anderem erhält die Hallesche mit verschiedenen Tarifen eine „hervorragende“ Bewertungen und befindet sich damit in der guten Gesellschaft einiger anderer Versicherungsanbieter. Ebenfalls auffällig ist, dass nur ein kleiner Teil des breiten Spektrums an privaten Krankenversicherern überhaupt im Rating zu finden sind.

Um ehrlich zu sein, relativiert auch der Focus seine Aussagen an manchen Stellen. Und spricht zudem davon, dass ein Teil der Prämienerhöhungen auch der Verbesserung von Leistungen dient. Oder der Absenkung des Rechnungszinses geschuldet ist.

Zudem sollte man darauf hinweisen, dass Bestandskunden nicht von der Preissteigerung betroffen sind und es sich nur um die neuen Unisex-Tarife handelt. Die Empfehlung, mit dem Neuabschluss einer Police solange zu warten, bis alle Unisex-Tarife auf dem Markt sind, macht aber durchaus Sinn.

Die Überschrift „Krankenversicherer zocken mit Unisex-Tarifen ab … “ lässt sich meiner Meinung nach aber nicht rechtfertigen.

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